Blutdruckmessgeräte im Test

Januar 31, 2014 by  
Erschienen unter Gesundheit



Anhand von unterschiedlichen Studien kann heute davon ausgegangen werden, dass fast die Hälfte der Bevölkerung der Industrieländer an Bluthochdruck, der sogenannten Hypertonie, leidet. Dabei lässt sich nur ein Bruchteil der Personen konkret gegen die Hypertonie behandeln. Meist aus Unwissenheit heraus, da die Betreffenden überhaupt nicht wissen, dass ihr Blutdruck zu hoch ist. Andere Betroffene ignorieren einfach die Erkrankung, da es nur wenige Symptome gibt, die sich im Alltag störend bemerkbar machen.

Das richtige Blutdruckmessgerät

Da ein deutlich erhöhter Blutdruck diverse Risiken für den menschlichen Körper darstellt, sollten Sie im ersten Schritt in regelmäßigen Abständen die Werte Ihres Blutdrucks überprüfen. Neben der Blutdruckmessung bei Ihrem zuständigen Arzt können Sie auch auf Blutdruckmessgeräte zurückgreifen, die eine korrekte Ermittlung Ihrer Werte in den eigenen vier Wänden erlauben.

Am Markt existiert eine riesige Auswahl von in Frage kommenden Blutdruckmessgeräten. Die Preisspanne dabei ist ebenfalls enorm. Die einfachste Variante stellt eine einfache Manschette für den Oberarm mit einem einfachen Anzeigeinstrument (Manometer) dar. Die Luft für die Manschette wird über einen manuellen Pumpball gesteuert. Diese Ausführung kennen Sie bereits von Ihrem Hausarzt.

Blutdruckmessgeräte: Unterschiede bei der Ausstattung

Etwas komfortabler sind modernere elektronische Blutdruckgeräte, die in der Regel über handelsübliche Batterien mit der notwendigen Energie gespeist werden. Hier unterscheidet man zwischen kompakten Geräten für das Handgelenk und Blutdruckmessern, die eine separate Manschette aufweisen und über einen Schlauch mit dem eigentlichen Messgerät verbunden werden.

Alle Varianten erfüllen ihre Aufgabe. Geräte für das Handgelenk sind meist deutlich kleiner und kompakter und eignen sich problemlos auch für den mobilen Einsatz. Zudem sind diese in der Handhabung etwas besser anzulegen, was besonders bei Nutzern wichtig ist, die nicht mehr über die notwendige Beweglichkeit verfügen. Zumal diese Geräte ohne das Ablegen von Kleidungsstück in Betrieb genommen werden können. Dafür scheint bei einigen Geräten die Messgenauigkeit bei der Abnahme der notwendigen Daten direkt am Handgelenk etwas schlechter zu sein.

Die zweite Variante von elektronischen Blutdruckmessgeräten sind kleine Standgeräte, die über einen Schlauch mit einer Manschette für den Oberarm verbunden sind. Bei der jeweiligen Manschette sollten Sie darauf achten, dass diese auch für Ihren Umfang Ihres Oberarmes geeignet ist. Alle Geräte dieses Typs weisen genau aus, für welchen maximalen Oberarmumfang sie geeignet sind.

Grundsätzlich ist die Durchführung der Messung immer etwas aufwendiger, da die Manschette am Oberarm angelegt werden muss und zusätzlich der Schlauch zum Standgerät teilweise im Weg ist. Dafür bietet diese Geräteausführung meist weitere Funktionalitäten. Dazu gehört:

  • ein Speicher von Messwerten
  • die Speicherung von Daten für mehrere Personen
  • das Ablegen der Daten im Speicher mit Datum und Uhrzeit
  • die Ausgabe von Durchschnittswerten
  • die Anzeige von Herzrhythmusstörungen während der Messung.

Manche batteriebetriebenen Geräte bieten zusätzlich auch die optionale Stromversorgung über ein externes Netzteil, was besonders für Vielnutzer interessant ist. Ansonsten verbrauchen die Geräte sehr wenig Strom, so dass Sie mit einem Batteriesatz eine sehr lange Zeit ausreichen.

Die Qual der Wahl bei den Blutdruckmessern

Für welches Gerät Sie sich entscheiden, ist maßgeblich von Ihren persönlichen Anforderungen abhängig. Alle Geräte arbeiten mit einem klassischen Display, das die beiden wesentlichen Werte für die Blutdruckmessung (Systole/Diastole) sowie den Puls während der Messung ausgibt.

Ein interessantes Entscheidungskriterium ist beispielsweise auch die Einstufung der Messergebnisse gemäß den WHO-Richtlinien (World Health Organization) oder ein spezielles Prüfsiegel. Hier sollten Sie unbedingt einen Blick auf die Details des jeweiligen Gerätes werfen.

Eine weitere Alternative stellen Blutdruckmess-Lösungen dar, die auf ein separates Display verzichten und stattdessen übernimmt ein iPhone oder iPad diese Aufgabe. Meist bestehen diese Anwendungen aus einem speziellen Adapter, der mit einer Manschette verbunden ist und gleichzeitig das iPhone aufnimmt. Ein spezielles App übernimmt dann die Steuerung und Verarbeitung der Daten. Diese speziellen Lösungen sind allerdings meist deutlich teurer als ein klassisches Blutdruckmessgerät. Zudem gibt es nur wenige wirklich ausgereifte Lösungen.

Ihre Meinung ist erwünscht

Teilen Sie uns mit, was Sie denken ...
und wenn Sie ein Foto hinterlassen wollen, dann schauen Sie bei gravatar vorbei!